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Wie im letzten Post deutlich zu sehen war läuft die Clock vom Pontius noch nicht stabil. Es ist auch für mich schier unmöglich die Geschwindigkeit so einzustellen, das sie mit einem Metronom gleichläuft.

Die Unwucht in der Clock ist an mehreren Stellen zu suchen und auf einen Nenner zu bringen: Bauteilgüte.

Zum einen gelten Elkos als recht unzuverlässig. Wie ich in mehreren Posts erfahren haben (danke Bernd) altern diese auch mit der Zeit. deshalb schwenke ich beim Bau der Clock auf Folienkondensatoren um. Bei der Auswahl muss man darauf achten, das die Toleranz sehr gering ist. Bei Elektrolytkondensatoren ist eine Tolleranz von 30%-50% nicht unüblich. Folienkondensatoren bekommt man häufig mit einer Toleranz von 10%-20%.
ich habe gelernt das die Elektronikbastelei und insbesondere das entwerfen finaler Schaltkreise sehr viel mit Suchen zu tun hat. Suchen suchen und vergleichen. Für die Clock des Pontius habe ich Kondensatoren mit 5% Toleranz gefunden. Es gibt auch Kondensatoren mit 2,5% die sind jedoch extrem schwierig zu bekommen und wenn, dann nicht in den Größen die ich benötige.
5% sollte für den Pontius Ideal sein.

Die Stabilität der Kondensatoren ist für die Laufruhe der Clock am wichtigsten, dennoch sind die anderen Bauteile nicht zu missachten. Für wirklichen Spielspaß sollte alles in einem verträglichen Maß optimiert werden. Was verträglich ist und was übertrieben bleibt dabei erstmal zu entscheiden und abzustecken. Die Reichweite der Optimierungen bei Audioequitment ist bekanntlich grenzenlos…

Für mich habe ich entschieden alles zu optimieren, was in der alltäglichen Beschaffung zu erreichen ist. Ds heißt ich optimiere jedes Bauteil so, das ich handelsübliche Ware verwende, keine Exoten! Keine überteuerten, mit homeophatischem Zuspruch verpackten Elemente.

Das heißt jedoch auch, dass ich als Wiederstände der Clock optimiere. Man bekommt gut Wiederstände mit 0,1% Tolleranz aus der Baureihe E24. Genau das richtige für den Pontius! Was bleibt ist der Schieberegler! Der ist zwar sehr ungenau und anfällig für Schmutzbefall, aber die Geschwindigkeit des Step-Sequenzer muss über ein Schieberegler einstellbar sein, das soll elementar Designbestandteil sein.

Zum Schluss ersetze ich noch die Potentiometer zur Feinjustierung! Zum Einsatz kommen Präzisionsartikel mit wenig Toleranz. Allerdings sollen sie noch gut einstellbar sein… Hier sind Kompromisse zu erzielen. Sie sollen die auftretenden Schwächen des Schiebereglers ausgleichen.

Mein Warenkorb stellt die zu ersetzenden Bauteile dar. Die mit * gekennzeichneten Bauteile sind direkt in der Schaltung vorgesehen, ich habe aber 10’tel mitbestellt, da die Erfahrung zeigt das eventuell nötige Umbauten eine anderer Kommerstelle erfordern.

MKS-2-5 1,0µ WIMA Folienkondensator, Rm 5mm, 1,0µF 10 St 2,00 Euro *
MKS-2-5 100N WIMA Folienkondensator, Rm 5mm, 100nF 10 St 0,70 Euro
MKS-2-5 10N WIMA Folienkondensator, Rm 5mm, 10nF 10 St 1,20 Euro
MPR 10,0K Präzisions-Widerstand, 0,6W, 0,1%, 10 20 St 3,80 Euro *
MPR 20,0K Präzisions-Widerstand, 0,6W, 0,1%, 20 20 St 3,80 Euro *
76-40 100K Cermet-Trimmer, stehend, 10mm, 100 K- 2 St 0,78 Euro
76-40 1,0K Cermet-Trimmer, stehend, 10mm, 1,0 K- 2 St 0,78 Euro
76-40 10K Cermet-Trimmer, stehend, 10mm, 10 K-O 2 St 0,78 Euro *
76-40 50K Cermet-Trimmer, stehend, 10mm, 50 K-O 2 St 0,78 Euro *

Wenn die neuen Teile da sind, werde ich sie einbauen und vorstellen.🙂 Die Clock kann dann finialisiert werden.

Jede Frage und Verbesserungsvorschlag nehme ich gerne in den Kommentaren oder auf Twitter @peter_shaw entgegen.