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Zugegeben, ich bin doch noch mehr der Bastler, nicht der Ausrechner. Das liegt eventuell daran, das ich mir die ganze Elektronik noch bewusst machen muss, oder daran das das spielen und neu kombinieren mich noch sehr begeistert. Vielleicht bin ich einfach in den Formeln noch nicht so sicher – oder benutze komische Bauteile.

Wie auch immer. Um akustische Geräte zu dimensionieren ist es immer ratsam diese auch über die Ohren zu testen und zu dimensionieren. Das menschliche Auge ist viel zu langsam um akkurat einen Takt einzustellen. Die visuelle Darstellung kann immer nur eine Hilfestellung zu einer schnellen Annäherung zu sein. Das Auge macht Jede Achzehntelsekunde ein Bild. Geschwindigkeitsunterschiede von zwei Soundquellen erkennen wir jedoch über die Ohren sofort.

Um die interne Clock des Pontius zu dimensionieren habe ich ein kleines Gerät gebaut das Lärm macht. Nicht schön, aber ausreichend. Das Gerät besitzt vier Eingänge, welche ich auf die vier vollen 4/4 Schläge des Pontius Prototypen anlege. Die Idee ist es über externe Metronome und Beat-Counter die Interne Clock zu dimensionieren und zu testen.

Testsetup für die interne Clock des Pontius StepSequenzer

Testsetup für die interne Clock des Pontius StepSequenzer

Vorweggenommen sei gesagt, das der Pontius heute einige Änderungen erfahren hat, da durch den ersten akustischen Test des Prototypen das eine oder Andere Problem gelöst werden wollte. Ich bin jetzt ganz zufrieden, Obwohl es demnächst noch ein zweiten Test geben wird, da ich einige Bauteile (Kondensatoren sind nicht stabil genug) austausche… Doch soviel sei gesagt, die ersten Schaltpläne sind im Eagle angelegt.

Um nun den Sequenzer erfahrbar zu machen habe ich ein kleines Gerät gebaut das “Beep” macht.

Draufsicht auf den Tongenerator

Der Aufbau ist ganz einfach und kostet einige wenige Groschen🙂
Vor der Beschreibung der Schaltung hier mein bescheidene Eagle-Grafik

Schaltplan des Tongenerators

Und zum Downlaod der Eagle-Datei.

Man benötigt einen kleinen 8Ohm Lautsprecher. Den bekommt zum Beispiel auf dem Flo-Markt für 1 Euro. Außerdem eine 9Volt Batterie aus dem Supermarkt (1-2 Euro) und ein Paar Bauteile vom Elektronikzulieferer des Vertrauens.
IC:

NE555

Kondensator:

1x 10uF (C4)
2x 100nF (C2, C3)
1x 47uF (C1)

Wiederstände:

1x 10kOhm (R1)
1x 10kOhm Variable (R2)
1x 470 Ohm (R3)

Z-Diode:

4x 0,5 W (D1-D4)

Der Variable Wiederstand ist für die Tonhöhe zuständig. Auf dem Bild sieht man einen zweiten Potentiometer, den ich aus Gründen der Kopfschmerzen vor den Lautsprechen gehängt habe.

Zum besseren Verständnis habe ich die Bauteile in das Bild eingezeichnet:

Bestückung und Bauteile des Tongenerators

Bestückung und Bauteile des Tongenerators

Jetzt kann man die vier Eingänge mit Litzen auf dem Steckbrett mit dem Pontius-Prototypen verbinden. Ich nehme eine Stelle im Verlauf direkt VOR den LED’s.

Anschluss des Tongenerators an den Pontius Prototype

Anschluss des Tongenerators an den Pontius Prototype

Aufbau: der Prototyp ist mit dem Tongenerator verbunden. Dieser ist an einen Lautsprecher angeschlossen, welcher vor einem iPad liegt, das mir als Beatcounter und Taktgeber dienen soll.

ACHTUNG: Stell so etwas nur ein wenn du alleine zuhause bist! Es nervt nur die Menschen nicht, die an dem Gerät arbeiten.

Ich benutze zwei Apps, die eine sollte den Beat automatisch finden, das klappt aber nicht wirklich gut – jedenfalls mit meinem Ton nicht. Eventuell klappt es mit Bässen besser. Die App heisst “BeatControl” und ist kostenlos.
Die andere App, die durch die Brems- und Beschleunigungsfunktion sehr gut zu bedienen ist heisst “Pyxis” und ist auch in einer kostenlosen Lite Version verfügbar: (http://itunes.apple.com/au/app/pyxis-lite/id423494708?mt=8).
Ich habe die Lite Version, da ich nicht weiß, wie oft ich die app noch benötige. Für diesen Zweck sehr gut und garantiert 99 Cent wert.

Theoretisch ist das einstellen einfach: der Schieberegler wird in die Mitte gestellt und durch den variablen Poti am Pontius wird nun diese Mittelstellung auf die Geschwindigkeit gebracht die sie haben soll. Dann kann man den Schieberegler ganz nach oben und ganz nach unten bringen um die Range die der ganze Regler auf den Pontius hat zu testen. Gefällt einem das Ergebnis nicht muss man an dem Wiederstandsnetzwerk was grundlegend Ändern. Hier half mir probieren gut.
Praktisch kann es etwas frustrierend sein. Es gibt zwei DInge die einem grundsätzlich den Nerv rauben kann: a) der Einfluss des Reglers ist zu groß, jedes berühren verändert die Geschwindigkeit. b) die CLock an sich läuft unstabil und somit immer aus dem Takt raus.

Mich plagten beide negativ Einflüsse. Mittlerweile habe ich sie behoben und warte auf eine neue Lieferung von Pollin um die Clock zu finalisieren und hier vorzustellen.

Feinjustierung des Pontius über zwei Trimmpoti

Feinjustierung des Pontius über zwei Trimmpoti

Während dieses Testlaufes ist das Design der Clock noch etwas erweitert worden. Ich habe Bauteile gegen stabilere ausgetauscht und ein zweites Trimmpoti angebracht um über den einen eine grobe und über den anderen eine feingranulare Einstellung vornehmen zu können. Demnächst wird der Kondensator gegen einen Folienkondensator ausgetauscht – dies bring nochmals eine Stabilisierung der Geschwindigkeit.