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Der verständlichste Zugang zu einem System erschließt sich meist über das Benutzerinterface. So auch mir selbst als ich den 16-Step-Sequenzer geplant habe. Nach der ersten Idee was dieser können sollte fing ich an mir über ein schematisches Design Gedanken zu machen; über die Features.

Dieser Post stellt das Frontpanel dar und beschreibt die einzelnen Sektionen. Alle Dokumente sind im Original abgelegt und dürfen verwendet, bearbeitet, kopiert, oder sontwas werden. Do what ever you like.

Zur Visualisierung verwende ich OmniGraffle. Das ist leider nicht OpenSource. Leider habe ich zur Zeit kein anderes Tool in meinem Portfolio und habe zur genug damit zu tun mich in Platinen-Layout-Programme einzuarbeiten. Eventuell möchtest Du das Panel in einem freien Tool abmalen und mir die Dateien zur Verfügung stellen? Die genauen Anmaße fehlen auch noch, hier könnte ich Hilfe gebrauchen.

Die Vollsicht:

Frontpanel

Vollständige Frontseite vom Pontius

Auch als PDF erhältlich.
Und als OmniGraffle Datei zum bearbeiten.

Ok, der Sequenzer wird ganz schön mächtig. Es wird sicherlich eine menge Spaß machen damit zu arbeiten/musizieren. Es wird auch eine menge Arbeit machen, diesen zusammenzulöten.

Um ein wenig den Überblick zu behalten lässt sich der Sequenzer vornehmlich in vier Sektionen einteilen:

  • Geschwindigkeits-Panel
  • Barcounter und Reset- Panel
  • Kanal-Panel
  • Clustered-Output-Panel

Geschwindigkeits-Panel

Speed-Panel

Schematische Abbildung des Geschwindigkeits-Panels

Über ein Schieberegler lässt sich die Geschwindigkeit des Sequenzer einstellen (int. clock speed). Die mittlere Stellung sollte um 120 Beats per Minute liegen. Die Einstellung bezieht sich auf die intere Clock des Gerätes.
Über eine 3,5mm Klinken-Mono Buchse (ext clock input) soll das Gerät jedoch auch von außen einen Takt entgegen nehmen können. So lassen sich z.B. Mehrere Geräte synchronisieren.
Ob das Gerät über die interne Clock gesteuert wird oder über ein externes Gerät entscheidet ein Kippschalter (int/ext clock).

Barcounter und Reset- Panel

Barcounter

Schematische Darstellung des Barcounter- und Reset-Panels

Ein Durchgang besteht aus 16 Schlägen. 4 Schläge pro Takt á 4 Tackte. Einen kompletten Durchlauf nennt man “Bar”. Der Barcounter zählt demnach jeden kompletten Durchlauf der 16 Schläge.
Der Counter wird über drei kaskadierende 7-Segment-Displays realisiert, Er kann also maximal 999 Bars zählen, bevor er auf 000 zurückspringt.
Am unteren Ende des Panels befindet sich eine Reset-Taste (reset). Wird der Reset gedrückt, springt sowohl der Taktlauf auf die erste Position zurück, als auch der Barcounter zurück. Bei einem Reset wird wider bei Bar 001 angefangen zu zählen.
Über der Reset-Taste wird eine 3,5mm mono Klinkenbuchse angebracht (ext. reset), die es ermöglichen das Gerät von außen zurückzusetzen. Einerseits können darüber externe Geräte angeschlossen werden und somit zeitgleich auf null gebracht werden, andererseits kann auch ein Ausgang der Kanäle mit dem Reset verbunden werden. So lässt es sich ermöglichen, das z.B. nur 8 Schläge abgespielt werden, bevor der Sequenzer wieder bei der 1 anfängt. Dazu wird der Ausgang an Kanal 9 an den ext.reset angeschlossen.

Kanal-Panel

Chanel-Strip

Schematische Darstellung eines Kanals

Das Kanal-Panel besteht aus 16 einzelnen Kanalzügen. Im der oberen Darstellung ist ein Kanal stellvertretend für die 15 weiteren abgebildet.
Von oben nach untern beschreiben besteht jeder der sechzehn Kanäle aus einen Kontroll-LED das ein visuelles Feedback gibt wenn der Kanal aktiv ist.
Der Gain-Regler versorgt den gesamten Kanal und seine Elektronik mit Strom. Die üblichen Standards auf dem Markt sind von 0-10V oder von 0-5V. Welches Schema ich anwende ist mir noch nicht klar. Bei voll Aufgedrehtem Gain ist der Strom am Ausgang demnach entweder 10Volt oder 5 Volt.
Ich habe mich für einen Gain-Regler entschieden, da dieser dann die komplette Elektronik des Kanals beeinflusst und damit die Charakteristik verändert. Würde ich den Gain durch einen Output-Volume am Kanalende ersetzen, wird die selbe Charakteristik gedämpft oder durchgelassen, was ein wesentlich unpersönlicheres Bild dem Sequenzer, und damit den angeschlossenen Geräten, geben würde.

Steht der Hold-Regler auf Null, dann ist der Kanal immer dann aktiv, wenn der vorherige Kanal komplett fertig ist und wird inaktiv, wenn der nächste Schlag beginnt. Dreht man den Hold-Regler auf, dann behält der Kanal seine Aktivität auch nach Ablauf der normalen zeit. Er ist eben dann auch noch aktiv, wenn der nächste Kanal schon mit seiner Arbeit begonnen hat und Strom führt. Über den Hold-Regler lassen sich Übergänge und Überblendungen der einzelnen Kanäle realisieren.

Jeder Kanal fängt an Strom zu führen wenn er an der Reihe ist, es sei denn der Delay-Regler wurde aufgedreht. Über Delay lässt sich die Einschaltzeit eines Kanals verzögern. Er fängt je nach Einstellung der Delayzeit später an zu arbeiten.

Anders als Delay arbeitet der Attack-Regler, welcher zwar auch verzögert, jedoch nicht die Zeit des Arbeitspunktes, sondern die Stromstärke auf dem Ausgang sozusagen “einfaded”. Der Kanal ist bei aufgedrehtem Attack nicht sofort voll da, sondern zieht langsam bis zur Vollaussteuerung hoch.

Das Gegenstück zu Attack stellt der Release-Regler dar. Er lässt den Kanal nicht abrupt aufhören, sondern lässt den Kanal ausrollen. Voll Aufgedreht wird der Kanal am langsamsten ausgeblendet. Die Stromstärke am Ausgang nimmt langsamer ab, je mehr der Release-Regler aufgedreht wird.

Jeder Kanal besitzt eine 3,5mm mono Klinkenbuchse die als Ausgang dient und über ein Patch-Kabel mit einem externen Gerät verbunden werden kann. Das angeschlossene Gerät soll bei entsprechender Stelle in der Bar aktiv werden und einen Ton erzeugen.
Die Tonerzeugung selber ist nicht Aufgabe des Sequenzer.

Clusterd-Output-Panel

Clustered-Output-Panel

Schematische Darstellung des Output-Panels

Über das Output-Panel lässt sich das Gerät einschalten.
Neben dieser zentralen Funktion gewährt ein Gain-Regler die Steuerung von der Ausgangsstärke der 5 3,5mm mono Klinkenbuchsen auf diesem Panel. Diese separaten Ausgänge bieten eine Zusammenfassung der einzelnen Kanäle einer Bar auf Basis von Taktlängen. Die Ausgänge auf diesem Panel werden je nach Beschriftung anders an und aus geschaltet.

Schema der Clusterd-Outputs

Die Beschallung der Clusterd-Outputs

Die mit ”1” gekennzeichnete Buchse führt Strom solange die komplette Bar aktiv ist. Der Stromfluss wird nur eineinziges mal von positiver Ladung auf negative umgeschaltet, eben dann wenn der 16’te Schlag vorbei ist (Bzw. der erste der nächsten Bar beginnt). Im Durchlauf der ersten Bar ist dieser Ausgang aktiv, im zweiten Durchlauf ist der Ausgang inaktiv, im Dritten wieder aktiv, u.s.w.

Die mit 1/2 gekennzeichnete Buchse hat ähnliches Verhalten wie die mit “1” gekennzeichnete nur das sie einen kompletten on/off Durchlauf während einer Bar vollzieht. Während der ersten beiden Takte ist der Ausgang aktiv, während der nächsten beiden Takte inaktiv. Der Ausgang Beginnt wider Strom zu führen, sobald der erste Schlag beginnt.

1/4 schaltet zwei mal pro Bar um, der erste Takt ist aktiv, der zweite inaktiv, der dritte wieder aktiv und der vierte inaktiv. Es herrscht also eine Flanke bei jedem Taktwechsel.

Nach diesem Prinzip geht es mit 1/8 weiter: jeder Takt hat 4 Schläge. Bei den ersten beiden Schlägen wird der Ausgang 1/8 aktiviert, bei den nächsten beiden Schlägen deaktiviert. Beim Zweiten Takt ist der Ausgang wieder im aktiven Zustand.

1/16 schaltet bei jedem Schlag den Ausgang entweder an, oder ab. Beim ersten Schlag ist der Ausgang aktiviert.