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Nur mal fürs Protokoll: Diesen Artikel löschte ich damals nachdem er zehnfach kopiert in anderen Portalen auftauchte alleinig aus dem Grund, das Mitarbeiter vom U60311 erpresst wurden: würden sie mich nicht dazu bewegen den Beitrag aus dem Netz zu löschen, sie fristlos entlassen werden.

Da er mittlerweile nur noch auf mir fremden Contemtdistributionen zu finden ist, hier noch mal in der Original-Abschrift, die dank Frank zu ergoogeln ist. Damit dürften die Nachfragen und die hochstilisierten Gerüchte über ein Hetzpampflet befriedigt und aufgelöst sein.

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Als Vegetarier kein Wurstbuden-VIP-Bändchen – oder mein sozialer Abstieg

By Peter Shaw Filed in Bilder, Clubbing, Lifestyle January 25th, 2010 @ 4:18 pm

Ich bin raus. Nicht mehr interessant. Lest nicht weiter! Stoppt das RSS-Abo und löscht mich aus eurer Freundesliste. Der Fleischer hat gesprochen und seine Wurst in Frankfurts Ohr.

Seit das U60311 sein Geld mit lauwarmer (Unterstellung!) Wurst verdienen muss, sind Vegetarier raus!

Bereits zu Plattenpeter’s Geburtstag dieses Jahres verwehrte man der Feier-Bohème den Weg in die mal heiligen Hallen unterm Rossmarkt. Mit „Gästeliste gibt’s nicht“ und „durchlaufen ist nicht“ wurden 4 Frankfurter Veranstalter und DJs an der Tür abgewiesen. Eine Gratulation des Geburtstagskindes wurde unmöglich.

Und auch letztes Wochenende wieder eine sehr amüsante Begegnung. Als Booker eines dort wieder spielenden DJ’s und Produzent des U60311-Podcastes (welcher im übrigen mit sofortiger Wirkung eine Eigenproduktion wird) musste ich an der Kasse seit 11 Jahren zum ersten mal Eintritt zahlen. Strange – dachte ich mir, denn ich bin doch Vegetarier und wollte keine Wurst. Ich wollte kurz durch die „Küche“ laufen, zwei Menschen treffen und die Dinge besprechen, die es eben zu besprechen gab… Seien wir großzügig und geben der Aktion 45 Minuten bis eine Stunde. Bei der ich (statistisch gesehen 2 Sekt auf Eis, Schätzungsweise 12Eur im U lasse)

Ohne jetzt blind auf dem U herumhacken zu wollen… warum sollte ich, denn ich liebte diesen Laden… – kurzer Statusbericht: der Sound (Anlage) ist zur Zeit richtig schlecht, die Lineups eher uninteresannt und die Stimmung bei Stammgästen(die leider zum größten Teil im letzten Jahr vergrault wurden) und das Personal nicht so, das man dort dauerhaft sein Wochenende verbringen möchte. Stimmung schwappt eben über.

Aber ist Techno nicht ein „Zusammen“? Und funktioniert es nicht nur dann, wenn wir zusammen an dem arbeiten was wir alle so lieben? Warum sollte ich also auf meiner wochendlichen Rundreise durch 6 Clubs nicht im U vorbeischauen um ein kurzen Schnack zu halten? Schließlich sind dort Menschen die ich mag und die mich mögen. Ein kurzer Schnack um weiterzukommen. Austausch. Kommunikation. Sich gegenseitig helfen, Techno sein!

Ich bog ins Office ab um Herrn Eger mal zu fragen, warum ich heute zahlen musste und ob das in seinem Interesse ist. Die Antwort des neuen Wurstbudenbrutzlers war so geil, dass ich mich bewogen fühle sie hier öffentlich zu posten: „Ja so ist das und hier unten ist VIP Bereich, geh bitte raus.“

Ich fasse nochmals zusammen: ich gehe ins U60311 um auch was zu einem Booking meiner Artist abzuklären, lasse mir den Eintritt von einem Freund vorschießen, und werden aus dem Keller geworfen, was den Besuch vollkommen hinfällig macht.

Dann halt keine extra Werbung über playmusic-productions.

Sehr geehrter Herr Eger, ich weiß das Sie einen anderen Background haben und in der Feierszene nie wirklich dort angekommen sind wo sie gerne wollten. Wir haben Ihnen versucht zu helfen zu verstehen worum es beim Feiern geht, doch sie haben bis heute nicht sehen wollen, das man das Verständnis von dem was wir leben nicht kaufen kann. Sie haben das bekannte U60311 übernommen und geschafft es zu einem gewöhnlichen Club zu machen. Sie haben den Traum unsere Jugend langsam verderben lassen in einer Zeit als er aufging und wieder Sinn machte. Sie haben versucht sich einen Status zu kaufen in einer Szene in der es um Gefühle geht! Sie versuchen Freunde durch Knebelverträge an Sie zu binden und schlagen alle Hände, die gemeinsam etwas für die Musik und den Sprit tun wollen bösartig weg.

Soll ich ganz offen sein? Ich glaube Ihr Würstchen richt ein wenig streng.

In diesem Sinne: Holla, die Waldfee. Möge sie Zeiten bereiten, in denen die Drogen wieder besser werden. Bis dahin gibt’s für alle erstmal ne Extra-Worscht!
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"…und wo feiern wir morgen" – ps.